Neu: Verlängert bis 24. September 2017

 

 

Malerei und Plastik in Deutschland 1936

Die Geschichte einer verbotenen Ausstellung

19. Juli bis 10. September 2017

 

1936 fand im Hamburger Kunstverein die Jahresschau des Deutschen Künstlerbundes statt. Gedacht war sie als Repräsentationsschau anlässlich der Olympiade. Gezeigt wurden 249 Kunstwerke von 175 Künstlerinnen und Künstlern. Unter ihnen war eine große Anzahl heute bekannter Persönlichkeiten, mehr noch aber eine Vielzahl derer, die kaum in unserer Erinnerung präsent sind. Ihnen und ihrem Werk fühlt sich das Zentrum für verfolgte Künste in besonderer Weise verpflichtet.

Mit der Organisation und Durchführung der Ausstellung war im Auftrag des Künstlerbundes der Hamburger Maler Heinrich Stegemann beauftragt. Während in einem seiner Briefe zu lesen ist, die Eröffnung sei „vom Publikum und von der Presse freudig, zum Teil begeistert, aufgenommen“ worden, ließ sie Adolf Ziegler, der Vizepräsident der Reichskammer der bildenden Künste, elf Tage später mit der Begründung schließen, „der größte Teil der Werke sei Kunst der Verfallszeit“. Im Jahr darauf wurde Ziegler mit der Organisation der Beschlagnahme von „entarteter Kunst“ aus deutschen Museen sowie mit der Umsetzung der gleichnamigen Ausstellung in München beauftragt.

So lässt sich die Hamburger Ausstellung, mit den im Anschluss getroffenen Maßnahmen, als „Auftakt“ vieler folgender Aktionen ansehen.

 

Eine Ausstellung der Staats– und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky und der Kunststiftung Heinrich Stegemann

 

Flyer zur Ausstellung [Hier]

 

Katalog:

Der Katalog „Malerei und Plastik in Deutschland 1936“ ist für 10€ im Museumsshop erhältlich

 

 

Die Sammlungen

Das Zentrum für verfolgte Künste betreut eine Literatursammlung und eine Kunstsammlung. Teile dieser beiden Sammlungen werden permanent in unseren Räumen präsentiert. Unser Schwerpunkt sind Werke, die während der Zeit des Nationalsozialismus sowie in der DDR verboten waren. Die durch die Verwerfungen der Zeit eher unbekannten Künstler haben im Zentrum für verfolgte Künste eine Heimat gefunden. [Mehr]

 

Sie möchten regelmäßig über unsere Veranstaltungen informiert werden? – Melden Sie sich für unseren Newsletter an.