Eric Isenburger, Jula, 1929, Öl auf Leinwand, Privatsammlung J. N. © Shmuel Elen
Eric Isenburger, Jula, 1929, Öl auf Leinwand, Privatsammlung J. N. © Shmuel Elen

Von Frankfurt nach New York

Eric und Jula Isenburger

11. März – 29. April 2018

 

Der bildende Künstler Eric Isenburger (1902–1994) und seine Ehefrau und Muse, die Ausdruckstänzerin Jula Isenburger (1908–2000), zählen zu den nahezu völlig vergessenen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Das Zentrum für verfolgte Künste widmet dem Künstlerehepaar nun erstmalig eine umfassende, retrospektive Ausstellung.

An der Frankfurter Kunstgewerbeschule ausgebildet, schlossen sich für Eric Isenburger zahlreiche Studienreisen und ein längerer Aufenthalt in Barcelona an. Gemeinsam mit seiner Frau lebte er als freischaffender Künstler und Bühnengestalter zunächst in Wien, danach in Berlin. Bereits 1933 sah sich das jüdische Ehepaar Repressalien der nationalsozialistischen Diktatur ausgesetzt und begann seine einer Odyssee gleichende Flucht: Paris, Stockholm, Südfrankreich sowie die französischen Internierungslager Les Milles und Camp de Gurs bildeten Stationen in den folgenden Jahren, bis sie schließlich 1941 ein Visum für die USA erhielten und über Lissabon Europa Richtung New York verlassen konnten, wo sie bis zu ihrem Lebensende wohnten. Trotz dieser zum Teil schwierigsten äußeren Bedingungen schuf Eric Isenburger ein eigenständiges künstlerisches Werk, welches Porträts, Landschaften und Stillleben umfasst. Mit spätimpressionistischer Handschrift, zum Teil expressivem Duktus und in materialtechnischer Hinsicht experimentellem Gestus nahm der Maler Isenburger seine äußere Umwelt zum Ausgangspunkt, enthielt sich jedoch eines allzu eindeutigen Zeitkommentars. Sein außergewöhnliches Schaffen stellt eine Entdeckung dar!

 

Katalog

Zur Ausstellung liegt ein zweisprachiger (dt. / engl.) Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen und bisher unveröffentlichtem Archivmaterial vor.

Er ist im Museum für 29€ erhältlich oder per Mail bestellbar (zzgl. Porto + Verpackung): info@verfolgte-kuenste.de