Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste
Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste

Ryszard Krynicki

Sehen wir uns noch?

8. März – 29. März 2017

 

Alles können wir verlieren,

alles kann man uns nehmen,

nur nicht das freie,

das namenlose Wort.

 

Ryszard Krynicki ist einer der einflussreichsten Lyriker Polens. Seine Gedichte zirkulierten handgeschrieben im Untergrund, seine Worte manifestierten die Revolution. Das neue Buch versammelt eine breite Auswahl seines Schaffens, von den widerständigen politischen Gedichten bis zu den Haikus der letzten Jahre, in denen Krynicki die ganze Schönheit und Vergänglichkeit der Welt zu bündeln vermag, kündigt der Verlag an. Krynickis Gedichte sind fast immer eine Reflexion der eigenen Machtlosigkeit gegenüber einer widersprüchlichen, oft rätselhaften Wirklichkeit. Doch dabei sind sie auch eine unmissverständliche Verteidigung der Poesie.

 

Ryszard Krynicki wurde 1943 in Lager Windberg nahe dem österreichischem St. Valentin geboren. Nach dem Krieg erhielt die Familie eine Unterkunft im ehemals deutschen Landsberg an der Warthe, dem heutigen Gorzów Wielkopolski, zugewiesen. Als Krynicki dorthin kam, hatte der Journalist und Autor Jürgen Serke diese seine Geburtsstadt gerade als 7-jähriger mit seiner Familie verlassen müssen. Krynicki und Serke haben der neuen und der verlorenen Heimat literarische Denkmale gesetzt. Der eine mit Poesie, der andere mit einem Buch und Fotografien von Wilfried Bauer, die nun erstmals öffentlich ausgestellt werden.

 

Der Hanser Verlag, die Else Lasker-Schüler Gesellschaft und das MOCAK Museum für Gegenwartskunst in Krakau stellen im Zentrum für verfolgte Künste in Solingen das Buch und den Künstler mit einer Ausstellung vor. Buchvorstellung und Ausstellungseröffnung finden am 8. März, um 18 Uhr im Zentrum für verfolgte Künste statt.  Ryszard Krynicki liest seine Gedichte auf deutsch.

 

[Flyer]