Bettina Ballendat: Das Bündel

Bettina Ballendat: Das Bündel, Foto: Judith Schönwiesner
Bettina Ballendat: Das Bündel, Foto: Judith Schönwiesner

Ausstellung

Bettina Ballendat: Das Bündel

25. März – 29. April 2018

 

Was kann ein Mensch bei sich tragen, der auf der Flucht ist? Was kann er mitnehmen, was muss er zurücklassen? Diesen Fragen geht Bettina Ballendat in ihrem Zyklus „Das Bündel“ nach. Das Zentrum für verfolgte Künste spannt mit der Präsentation ihrer Arbeiten einen Bogen von der gegenwärtigen Flucht aus Krieg und existenzieller Bedrohung hin zu Verfolgung und Vertreibung vor allem von Kunstschaffenden in den Zeiten von Diktatur und NaziTerror. Damals wie heute mussten die Menschen – Bettina Ballendat nennt sie in ihren Arbeiten „Passanten“ – sich entscheiden. Für oder gegen Dinge und sogar andere Menschen, die sie mitnehmen oder zurücklassen müssen: die Kinder, den Partner, Erinnerungen, Worte, Dokumente und zuletzt Gegenstände. Das sind die individuellen „Bündel“, die jeder mit sich trägt, um sie nicht zu verlieren und neu zu beheimaten.

 

 

Bettina Ballendat ist Meisterschülerin der Kunstakademie Düsseldorf in Malerei und Bildhauerei und seit 1985 freischaffend künstlerisch tätig. Sie stellt regelmäßig Arbeiten aus, die sich von der klaren Abgrenzung von Malerei und Zeichnungen weg zu einer Kombination dieser Techniken entwickelt haben. Schon 1998, als die Jury der Bergischen Kunstausstellung einstimmig ihr Gemälde „Citylights“ prämierte, fiel ihr sehr eigenständiger Ansatz auf. Ihre Kombination von Malerei, Zeichnung, Collage und Assemblage wird unterstützt durch die Verwendung transparenter Materialien, beispielsweise Wachs. Seit 1988 leitet Bettina Ballendat die Bergische Kunstschule, unterrichtet an Regelschulen und gibt Kunstunterricht mit Schwerpunkt in der Jugendarbeit, Brennpunktarbeit und innerhalb sozialer Projekte.

Kuratoren: Bettina Ballendat Dr. Rolf Jessewitsch, Direktor des Zentrums für verfolgte Künste