Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste
Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste

Exkursionen mit dem Zentrum

Das Zentrum für verfolgte Künste bietet in unregelmäßigen Abständen Exkursionen zu themenverwandten Ausstellungen oder Institutionen an. Die Teilnahme steht für jeden offen.

 

NS-Ordensburg Vogelsang

Samstag, 9. September 2017

Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang im Nationalpark Eifel ist eines der größten Bauensemble aus der Zeit des Nationalsozialismus und in seinen Dimensionen mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg oder mit dem Seebad Prora auf Rügen vergleichbar. Wie die meisten NS-Großbauten ist sie nie fertig gestellt worden. 1933 forderte Adolf Hitler den Bau von neuen Schulen für den „Führernachwuchs“ der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). In Folge wurden drei Ordensburgen in Crössinsee (Pommern), in Sonthofen (Allgäu) und Vogelsang in der Eifel in Auftrag gegeben.

Am 16. März 1934 erfolgte der erste Spatenstich zum „Reichsschulungslager Vogelsang“. Die Bezeichnung NS-Ordensburg wurde erst ab 1935 üblich. Der Betrieb als Schulungseinrichtung begann 1936. Neben der ideologischen Schulung war Sport ein wesentliches Element der Ausbildung. Die Lehrgangsteilnehmer sollten dem Idealbild eines „neuen deutschen Menschen“ nahekommen und als „Herrenmenschen“ auftreten.

Nach Kriegsausbruch wurden die Lehrgänge in Vogelsang eingestellt. 1945 wurde der Komplex zunächst von britischen Streitkräften übernommen; von 1950 bis Ende 2005 wurde die Infrastruktur von belgischen Militärstreitkräften übernommen, die unter dem Namen „Camp Vogelsang“ dort eine Kaserne einrichteten und den Truppenübungsplatz nutzten bzw. verwalteten.

Seit 2006 ist das Gelände als Internationaler Platz (IP) für Besucher*innen zugänglich. 2016 eröffnete das neue Forum Vogelsang IP mit der NS-Dokumentation und dem Nationalpark-Zentrum Eifel. Wie das Zentrum für verfolgte Künste gehört Vogelsang IP zum LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe [Mehr].

 

Ablauf:

9 Uhr

Abfahrt vom Parkplatz am Kunstmuseum / Zentrum für verfolgte Künste

 

11:30 – 13:45 Uhr

Führung durch die NS Ordensburg Vogelsang

(Das weitläufige Gelände ist nicht barrierefrei und befindet sich in einer Hanglage, festes Schuhwerk ist nötig)

 

13:45 – 16 Uhr

Zeit zur freien Verfügung

Das Panorama Restaurant im Forum bietet die Möglichkeit, sich zu stärken. Ein Besuch der Dauerausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“ oder der Ausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum Eifel ist lohnend (Eintritte nicht inkl.). Man kann den Tag auch mit dem Besuch des Schwimmbads, einem der wenigen Innenräume von Vogelsang, der nahezu vollständig original erhalten ist, beschließen.

 

16 Uhr

Rückfahrtfahrt nach Solingen / Rückkehr ca. 18 Uhr

 

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt bei Frau Vieten: vieten@verfolgte-kuenste.de

Bitte geben Sie neben Ihrem Namen und Ihrer Adresse auch an, mit wie vielen Personen Sie teilnehmen möchten. Anmeldeschluss ist der 28. August 2017. Mind. 15, max. 25 Teilnehmer, Kosten: € 48, inkl. Busfahrt, Führung und Begleitung von Susanne Vieten / Zentrum für verfolgte Künste. Wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist, senden wir Ihnen eine Teilnahmebestätigung zu. Bitte überweisen Sie erst dann die Teilnahmegebühr.