Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste
Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste

Wechselausstellung

Kunstwerk Leben

1. April bis 2. Juli 2017

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Dauerausstellung (bildende Kunst)

Entdeckte Moderne

 

Dauerausstellung (Literatur)

Himmel und Hölle zwischen 1918 und 1989


 

Donnerstag, 1. Juni 2017, 19 Uhr

Vortrag & Diskussion

Die Türkei nach dem Referendum.

Wie geht es weiter? Ein journalistisches Streitgespräch

 

Die heutige Türkei scheint einer Karl May-Fantasie zu entspringen. Ein orientalischer Despot, religiös-fanatische Dunkelmänner und eine Gesellschaft, die dem hoffnungslos ausgeliefert ist. Der Putschversuch, inhaftierte Journalisten, der gescheiterte Friedensprozess und das neu eingeführte Präsidialsystem werden als eine natürliche Konsequenz von Recep Tayyip Erdoğans Charakter verstanden. Der türkische Staat trägt autoritäre Züge, die im verhängten Ausnahmezustand deutlich zu erkennen sind. Doch wer die Entwicklungen in der türkischen Innen- und Außenpolitik verstehen will, muss über die polarisierende Figur von Erdoğan hinausschauen. Wieso gab es überhaupt das Referendum zum Präsidialsystem und wieso kann die Opposition keine linke Alternative zu Erdoğan finden? Was wird mit den Politikerinnen und Politikern der pro-kurdischen HDP, die scheinbar willkürlich verhaftet werden? Und was hat der syrische Bürgerkrieg mit all dem zu tun?

Vortrag von Mag. Ali Cem Deniz, Wien

Ali Cem Deniz wurde 1988 im türkischen Ort Adapazari in der  Marmararegion geboren. Er machte sein Abitur in Salzburg, studierte internationale Entwicklung an der Universität Wien, veröffentlichte 2016 im Wiener ProMedia Verlag das Buch „Yeni Türkiye – Die Neue Türkei. Von Atatürk bis Erdoğan“ und arbeitet inzwischen als Hörfunkjournalist bei Radio FM4 des Österreichischen Rundfunks.

 

Anschließende Diskussion mit Mag. Ali Cem Deniz, Wien; Hüseyin Topel, freier Journalist, besonders für DLF und WDR, Solingen und Osman Okkan, freier Journalist und Filmemacher, Grimmepreisträger und Vorstandsprecher des Kulturforums Türkei Deutschland, Köln. Moderation: Prof. Dr. Jörg Becker.

 

Veranstalter: Deutscher Gewerkschaftsbund, Verdi, Katholisches Bildungswerk, Verlag ProMedia, Zentrum für verfolgte Künste

 

Eintritt: frei


 

Sonntag, 4. Juni 2017, 11:15 Uhr (Pfingsten)

Öffentliche Führung: Wechselausstellung „Kunstwerk Leben“

 

Sonntag, 4. Juni 2017, 14:30 Uhr (Pfingsten)

Öffentliche Führung: Dauerausstellung „Entdeckte Moderne“


 

Montag, 5. Juni 2017, 11:15 Uhr (Pfingsten)

Öffentliche Führung: Wechselausstellung „Kunstwerk Leben“


 

Sonntag, 11. Juni 2017, 11:15 Uhr 

Öffentliche Führung: Wechselausstellung „Kunstwerk Leben“

 

Sonntag, 11. Juni 2017, 14:30 Uhr 

Öffentliche Führung: Dauerausstellung „Entdeckte Moderne“

 

Sonntag, 11. Juni 2017, 16 Uhr

Lesung & Buchvorstellung

Auguste Moses-Nussbaum, „Reise mit zwei Koffern“ Lebenserinnerungen, Wallstein Verlag 2017

 

Die Wiederentdeckung der Kunstwerke des 1944 in Auschwitz ermordeten Malers Felix Nussbaum ist ganz wesentlich seiner Cousine Auguste zu verdanken. Sie war seit den 1950er Jahren die treibende Kraft bei der Rettung seiner Bilder, von denen heute ein Großteil im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück und eine zentrales Werk im Zentrum für verfolgte Künste zu sehen sind. Auguste Moses-Nussbaum schildert in den Erinnerungen ihre Kindheit in Deutschland vor 1933, die Besuche der Familie bei den wohlhabenden Verwandten in Osnabrück, den Beginn der nationalsozialistischen Verfolgung, den Tod der Eltern in Lager Theresienstadt und die Ermordung fast aller ihrer Verwandten, die Flucht und das Überleben im Untergrund bis zur Befreiung, die sie versteckt in einem Erdloch im niederländischen Roermond erlebte. Es folgten die Auswanderung nach Israel und schließlich die Rettung der Nussbaum-Bilder. Die Autobiographie gibt Einblicke in das Leben und das Überleben der Familie Nussbaum und enthält wichtige Details über den berühmten Cousin und zur Geschichte seiner Bilder. Auguste Moses-Nussbaum schildert detailreich die in Deutschland bisher wenig bekannten Bedingungen jüdischen Überlebens in den Netzwerken des niederländischen Widerstandes und zeigt eindringlich den schmalen Grat zwischen Rettung und Untergang.

 

Einige Passagen der Autobiografie werden von der Schauspielerin Nina Hoger gelesen. Zu Gast sind zudem die Söhne von Auguste Moses-Nussbaum, Gideon und Ehud, die mit den Herausgebern Jürgen Kaumkötter und Christoph Rass sprechen werden.

 

Eintritt: 6€ / ermäßigt 3€; Karten können unter info@verfolgte-kuenste.de oder 0212 258 14 11 bestellt werden.

 

Der Büchertisch wird an diesem Tag vom Bücherwald Solingen organisiert.

 

Eine Kooperation mit der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, der Universität Osnabrück und dem Wallstein Verlag.


 

Donnerstag, 15. Juni 2017, 10 – 17 Uhr (Fronleichnam)

geöffnet


 

Sonntag, 18. Juni 2017, 11:15 Uhr 

Öffentliche Führung: Wechselausstellung „Kunstwerk Leben“

 

Sonntag, 18. Juni 2017, 14:30 Uhr 

Öffentliche Führung: Dauerausstellung „Entdeckte Moderne“


 

Sonntag, 25. Juni 2017, 11:15 Uhr 

Öffentliche Führung: Wechselausstellung „Kunstwerk Leben“

 

Sonntag, 25. Juni 2017, 14:30 Uhr 

Öffentliche Führung: Dauerausstellung „Entdeckte Moderne“