Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste / Judith Schönwiesner
Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen © Zentrum für verfolgte Künste / Judith Schönwiesner

Wider den schönen Schein der Welt

Der Expressionist Werner Scholz

26. November 2017 bis 4. Februar 2018

 

Sammlung (bildende Kunst)

Entdeckte Moderne

 

Sammlung (Literatur)

Himmel und Hölle zwischen 1918 und 1989


 

Freitag, 3. November 2017, 19:30 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Taner Akçam

Aghet“ – Der Genozid an den Armeniern
Neueste Forschungen zur Frage nach authentischen Vernichtungsbefehlen

 

Inhalt:

1915, im Schatten des Ersten Weltkrieges, startete die damalige jungtürkische Regierung die Deportation und Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich. Das deutsche Kaiserreich, das mit dieser Regierung ver-bündet war, deckte dieses Verbrechen und verordnete eine Nachrichtensperre. Zu den verdrängten Berichten deutscher Augenzeugen gehörten auch die Fotografien und Aufzeichnungen des Wuppertaler Dichters Armin T. Wegner, die er aus Anatolien, Aleppo und Deir es-Sor mitbrachte und nach 1918 veröffentlichte.

 

Bis heute wird dieser Völkermord von der türkischen Regierung geleugnet. Sie behauptet vor allem, dass alle historischen Belege Fälschungen seien.

 

Der türkische Historiker Prof. Dr. Taner Akçam ist der Frage nach authentischen Vernichtungsbefehlen nachgegangen  und präsentiert die neuesten Ergebnisse seiner Forschung.

 

Moderation: Ulrich Klan, Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.

 

Die Armin T. Wegner Gesellschaft e. V. stellt an diesem Abend zudem jenen Teil ihrer Wanderausstellung aus, der den Genozid an den Armeniern thematisiert. Basis dieses Ausstellungsmoduls sind die authentischen Fotografien und Augenzeugenberichte des Schriftstellers Armin T. Wegner.

 

Eintritt frei

 

Flyer [Hier]

Eine Veranstaltung anlässlich der Internationalen Armin T. Wegner Tage vom 1. – 3. November 2017. Das vollständige Programm finden Sie [Hier].

 

Eine Kooperation der Armin T. Wegner Gesellschaft e. V. [Mehr] mit dem Zentrum für verfolgte Künste.


 

Sonntag, 5. November 2017, 14:30 Uhr

Öffentliche Führung: Sammlung „Entdeckte Moderne“


 

Sonntag, 12 . November 2017, 14:30 Uhr

Öffentliche Führung: Sammlung „Entdeckte Moderne“


 

Sonntag, 19. November 2017, 14:30 Uhr

Öffentliche Führung: Sammlung „Entdeckte Moderne“


 

Donnerstag, 23. November 2017, 19 Uhr

Vortrag von Thomas Gebauer

Sicherheit vor Mensch? – Über den Verlust der Menschenrechte in der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik

 

Die Sache mit den Menschenrechten ist durchaus vertrackt. Deutlich wird das nicht zuletzt in der aktuellen Flüchtlingspolitik. Menschen, derer bedrohte Rechte gerade noch zur pathetischen Begründung militärischer Interventionen herhalten mussten, werden nun, da die Interventionen gescheitert sind, per bürokratischem Verwaltungsakt in Krieg und Elend abgeschoben. Um den emanzipativen Kern der Menschenrechte aus ihrer ideologischen Umklammerung herauszulösen, gilt es genauer hinzusehen. Wie konnten parallel zu den öffentlichen Menschenrechtsbekenntnissen auch die Menschenrechtsverletzungen zunehmen? In welchem Verhältnis stehen die Menschenrechte zu ökonomischen und sicherheitspolitischen Interessen? Vor allem aber: Was ist zu tun, um  einen politischen Begriff der Menschenrechte zu entfalten?

 

Der Dipl.-Psychologe Thomas Gebauer ist Geschäftsführer der sozialmedizinischen Entwicklungshilfe- und Menschenrechtsorganisation medico international mit Sitz in Frankfurt am Main. Schwerpunktsthemen: Internationale Friedens- und Sicherheitspolitik, Menschenrechte und soziale Bedingungen globaler Gesundheit. Er ist Mitbegründer der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL), die 1997 in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und Träger der Goetheplakette der Stadt Frankfurt.

 

Eintritt: frei

 

Eine Kooperation des DGB sowie des Katholischen Bildungswerks mit dem Zentrum für verfolgte Künste.


 

Sonntag, 26. November 2017, 11 Uhr

Ausstellungseröffnung

Wider den schönen Schein der Welt

Der Expressionist Werner Scholz

Der Eintritt ist frei

 

Sonntag, 26. November 2017, 14:30 Uhr

Öffentliche Führung: Sammlung „Entdeckte Moderne“