[…] sein Abend zeigt eindringlich, wie tief sich staatliche Übergriffe in die Seele graben – ewig aktuell. Kölnische Rundschau, 05.05.2017

 

KUMPELTOD oder Gespaltene Zunge
Von und mit Herbert A. Mitschke

Ein Auftragswerk des Zentrums für verfolgte Künste

 

In der Aufführung „KUMPELTOD oder Gespaltene Zunge“ – Erinnerungen an Deutsches Demokratisches Republikleben – beschreibt Mitschke mit sprachlichen und musikalischen Mitteln seine zum Teil bitteren und schmerzvollen Erfahrungen und Erlebnisse in der ehemaligen DDR: als Sohn eines an Staublunge und Strahlenkrankheit verstorbenen Bergmannes, als DDR-Olympiakader für München 1972, als NVA-Soldat und als mehrfach ausgezeichneter Musiker und Komponist.

Die frühzeitige Erkenntnis, dass der Machtapparat repressiv und scheinbar allmächtig ist, lässt ihn schon in jungen Jahren zum kritischen Beobachter, später zum systemkritischen Künstler unter Stasibeobachtung werden. Mitschke ist zwischen 1977 und 1988 als Musiker und Komponist im Schauspiel und im Puppentheater für das Geraer Theater tätig und verlässt 1988 illegal die DDR.

 

Nach dem Erscheinen mehrerer Bücher mit dem Nachweis der vielfältigen Repressionen durch Partei und Stasi, denen er selbst und viele Künstler in seinem Heimatbezirk Gera/Thüringen ausgesetzt waren, entschloss sich Mitschke, Teile dieses dokumentarischen Materials – verbunden mit Videos, autobiografischen Sequenzen und eigenen Musikkompositionen – zu einem ca. 75-minütigen Stück zu verarbeiten. Ein Zeitzeugnis.

 

Ruthilde Holzenkamp und Herbert A. Mitschke sind bereits seit vielen Jahren gemeinsam an verschiedenen Theater- und Musikprojekten als MusikerIn bzw. als Komponist beteiligt. Erfolgreiche Gastspiele führten sie nach Tel Aviv (Israel), Wien (Österreich), Berlin, Köln, Solingen, Wuppertal u.a.

Die Uraufführung des szenisch-musikalischen Theaterprojekts fand am 17. Januar 2016 im Zentrum für verfolgte Künste statt.

 

[…] Mitschke ist sympathisch leise, das selbst erlebte Unrechtssystem demaskiert er mit feiner Ironie. Gegliedert wird der Abend von eigenwilligen kleinen Kompositionen, bei denen die Akkordeonistin Ruthilde Holzenkamp Mitschke (Querflöte) unterstützt. Kölnische Rundschau, 05.05.2017

 

Mitwirkende

Herbert A. Mitschke: Text, Aktionen und Querflöte

Ruthilde Holzenkamp: Akkordeon und Gesang

 

Nächste Aufführung

Bühne am Park Gera

3. Mai 2018, 19:30 Uhr

Kartenverkauf [Hier]

 

Buchungen

Sollten Sie Interesse an einer Aufführung von „KUMPELTOD oder Gespaltene Zunge“ in Ihrer Einrichtung, Ihrem Theater oder an Ihrer Schule (geeignet im Rahmen des Geschichtsunterrichts bzw. der politischen Bildung für Schüler ab 15 Jahre) haben, können Sie gerne mit Herrn Mitschke direkt Kontakt aufnehmen unter: 0221-4230 3250 oder 0177-840 79 01 oder per Mail info(at)hermit-media.de.

Das Stück ist geeignet für mittelgroße Aufführungsräume mit bis zu 200 Zuschauern und benötigt die allgemein übliche technische Ausstattung (kleine Licht- und Tonanlage). Weitere Informationen finden Sie [Hier].