Internationaler Museumstag

Sonntag, 21. Mai 2017

 

Spurensuche. Mut zur Verantwortung! – Unter diesem Motto findet der 40. Internationale Museumstag statt. An diesem Tag laden das Solinger Tageblatt, das Städtische Klinikum Solingen und das Zentrum für verfolgte Künste alle Besucher*innen in das Zentrum für verfolgte Künste ein. Zu entdecken gibt es vergessene Künstler, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden sowie die spannungsgeladene Beziehungsgeschichte zwischen Kunst und Medizin.

Der Eintritt ist frei.  

 

Programm:

11:15 Uhr Führung durch die Sonderausstellung „Kunstwerk Leben“

Die Spurensuche zum Internationalen Museumstag beginnt bei der spannungsgeladenen Beziehungsgeschichte zwischen Kunst und Medizin. Medizin ist ein fester Bestandteil unserer Kulturgeschichte. Aus der Beschäftigung mit Körper, Seele und Geist sind Sitten und Gebräuche, Kunst und Literatur erwachsen. Bewegt vom Urtrieb der Lebensgestaltung, hat die Medizin schon immer das besondere Interesse der Kunst erweckt. Nicht nur als Gegenstand der Abbildung, sondern mehr noch als Pendant eigenen Schaffens.
Bilder, Installationen & Objekte spannen den Bogen von der menschlichen Anatomie, dem Wunsch nach Heilung & den diabolischen Versuchungen bis hin zu den medizinischen Verbrechen der Nationalsozialisten.

Dauer: 1 Stunde

Anmeldung: nicht notwendig

 

14:30 Uhr Führung durch die Dauerausstellung „Entdeckte Moderne“

Die Spurensuche geht weiter. Entdecken Sie gemeinsam mit einer Kunsthistorikerin die Moderne neu. In dieser Führung stehen Werke und Leben jener Künstler*innen im Fokus, die aufgrund der Verfolgung durch die Nationalsozialisten in Vergessenheit geraten sind.

Das Zentrum ist Europas einzige Institution, die sich dauerhaft dem Thema „verfolgte Künste“ widmet. In Solingen bekommen verfolgte Künstler*innen der Vergangenheit und Gegenwart ein Zuhause.

Dauer: 1 Stunde

Anmeldung: nicht notwendig


 

 

 

Vortrag & Diskussion mit Ali Cem Deniz

Die Türkei nach dem Referendum.

Wie geht es weiter? Ein journalistisches Streitgespräch

Donnerstag, 1. Juni 2017, 19 Uhr

 

Die heutige Türkei scheint einer Karl May-Fantasie zu entspringen. Ein orientalischer Despot, religiös-fanatische Dunkelmänner und eine Gesellschaft, die dem hoffnungslos ausgeliefert ist. Der Putschversuch, inhaftierte Journalisten, der gescheiterte Friedensprozess und das neu eingeführte Präsidialsystem werden als eine natürliche Konsequenz von Recep Tayyip Erdoğans Charakter verstanden. [Mehr]


 

 

 

Lesung und Buchvorstellung mit Nina Hoger

Auguste Moses-Nussbaum „Reise mit zwei Koffern“

herausgegeben von Jürgen Kaumkötter und Christoph Rass

Sonntag, 11. Juni 2017, 16:00 Uhr

 

Die Wiederentdeckung der Kunstwerke des 1944 in Auschwitz
ermordeten Malers Felix Nussbaum ist ganz wesentlich
seiner Cousine Auguste zu verdanken. Sie war seit den
1950er Jahren die treibende Kraft bei der Rettung seiner
Bilder, von denen heute ein Großteil im Felix-Nussbaum-Haus
in Osnabrück und eine zentrales Werk im Zentrum für
verfolgte Künste zu sehen sind. [Mehr]


 

 

Kunstwerk Leben

Bilder, Installationen und Objekte zu Medizin, Menschenwürde und Hoffnung

1. April – 2. Juli 2017

[Mehr]

Der Audioguide zur Ausstellung „Kunstwerk Leben“ steht [hier] kostenfrei zur Verfügung.


 

 

Die 10 besten neuen Museen 2015

„The Guardian“ wählt das Zentrum in Solingen

Hier geht es zum Artikel.