Norbert Lammert sprach zur Eröffnung der Ausstellung von Herta Müller. Foto: Daniela Tobias
OB Tim Kurzbach begrüßte Herta Müller bei der Ausstellungseröffnung im Museum für Verfolgte Künste. Foto: Daniela Tobias
Karin Schmitt-Promny (LVR) spricht, Delfina Jalowik (MOCAK) und Jürgen Kaumkötter (Zentrum) haben die Ausstellung von Herta Müller kuratiert. Foto: Daniela Tobias
Auch Herta Müller bekam das „Window of Memory“ vom Zentrum für Verfolgte Künste und dem MOCAK überreicht. Foto: Daniela Tobias

 

„Herta Müller.
Im Heimweh ist ein blauer Saal“

Verdichtete Geschichten, Worte wie Fundstücke, zu neuem Inhalt zusammengesetzt und auf Postkarten mit Bildmotiven kombiniert.

220 literarische und visuelle Collagen von Herta Müller. Die Ausstellung zu ihrem neuen Collagenbuch.

Herta Müller unterzeichnete 1994 zusammen mit Dichterinnen und Dichtern aus Israel, Polen und Deutschland den von der Else Lasker-Schüler Gesellschaft initiierten Aufruf zur Gründung eines Zentrums für verfolgte Künste. Sie selber hatte Verfolgung, Unterdrückung und politischen Terror in Rumänien erlebt und engagiert sich bis heute für Freiheit und Humanismus. Ihre Romane verdeutlichen Angst und Hoffnungslosigkeit der Menschen in einer Diktatur so intensiv, dass sie vor 10 Jahren als Höhepunkt einer Reihe hochrangiger Auszeichnungen den Literaturnobelpreis erhielt. Herta Müllers Kunst bleibt aber nicht zwischen zwei Buchdeckeln. Ihre Wort-Bild-Collagen waren anfangs private Postkarten, wurden nach und nach zu einem eigenen Genre der sichtbaren Poesie. Nicht nur das Überraschende, Unerwartete verbindet sie mit einer anderen Ausnahmekünstlerin, an deren 150. Geburtstag das Zentrum für verfolgte Künste Solingen zusammen mit dem Wuppertaler „Meinwärts“ Festival (www.els2019.de) in diesem Jahr erinnert: Else Lasker-Schüler. Ihre vielfältigeKunst, die Synthese von Dichtung und Grafik, aber auch Vertreibung und Exil alsmenschliches Schicksal und der Orient als mystischer Ort sind Themen unserer Ausstellungen und Veranstaltungen.

10. März bis 9. Juni 2019 im Zentrum für verfolgte Künste Solingen, anschließend im MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau, kuratiert von Delfina Jałowik und Jürgen Kaumkötter.

KICHKA. Life is a Cartoon

Dokumentarfilm

Webseite des Films [Hier]

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Öffentliche Führungen durch unsere Kunstsammlung finden regelmäßig Sonntag, 14:30 Uhr statt. Die wechselnden Themen können Sie unserem Kalender entnehmen. Informationen zu unseren Sammlungen finden Sie [Hier].