Sonntag, 24. Februar 2019 im Cobra-Kino

Sondervorstellung: Kichka. Life is a Cartoon

Brüssel, Montreal, New York, Paris, Linz, Warschau, Mexico-City –  das sind die bisherigen Stationen des Films Kichka. Life is a Cartoon. Nun läuft er am Sonntag, den 24. Februar um 15 Uhr erneut in Solingen, als Sondervorstellung im Cobra-Kino.

Kichka. Life Is a Cartoon ist ein Film über eine Vater-Sohn-Beziehung. Henri, der Vater, geboren 1926 in Brüssel, ist Opfer und Zeitzeuge des Holocaust. Michel, der Sohn, Jahrgang 1954 und heute Karikaturist von Weltruf, wartet seit seiner Kindheit auf Erklärungen. Das Trauma der Shoah bestimmt das Leben aller Familienmitglieder.

Trotz, oder gerade wegen des bedrückenden Themas, ist diese Dokumentation voller Leichtigkeit, Zuneigung und Hoffnung. Sie basiert auf Michel Kichkas Graphic Novel Die zweite Generation. Was ich meinem Vater nie gesagt habe und ist eine Koproduktion des Zentrums für verfolgte Künste Solingen und des MOCAK Museum of Contemporary Art Krakau.

Karten für 7 Euro können im Zentrum für verfolgte Künste, Wuppertaler Str. 160, Tel. (0212) 258140 bestellt, im Museumsshop und im Kulturzentrum Cobra, Merscheider Str.77-79 direkt vor der Aufführung gekauft werden.

Zwei Ausstellungen als Auftakt zum 150. Geburtstag von Else Lasker-Schüler im Zentrum für verfolgte Künste Solingen.

Kianoush. R like Resistance

 

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meilleurs-Voeux

Der iranische Künstler Kianoush Ramezani stellte sich 2009 in der „Grünen Revolution“ mit öffentlichen Protesten und Demonstrationen gegen die offensichtliche Fälschung der iranischen Präsidentschaftswahl. Mit seinen Karikaturen zweifelte er das amtlich bekannt gegebene Wahlergebnis an, in dem der Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad mit 62,63% die absolute Mehrheit gewann. Als während der Unruhen, die sich bis Anfang September 2009 hinzogen, immer mehr Freundinnen und Freunde, Mitstreiter verhaftet wurden, es sogar zu Hinrichtungen kam, floh er nach Paris. Dort lebt und arbeiteter als politischer Flüchtling im Exil. Seine politischen Karikaturen erscheinen in „Courrier International“, „Guardian“, „Arte“, „Iran Human Rights“ und anderen internationalen Medien.

dessine-moi un balai

Kianoush ist der Gründungspräsident von „United Sketches“, einer internationalen Vereinigung für Meinungsfreiheit, die Karikaturisten im Exil unterstützt. Seine Werke werden weltweit gezeigt, vom Kulturzentrum Corbusier in Firminy, Frankreich, über die Nova Gallery, Washington, USA, bis zur „Die Taube des Friedens“, einer internationalen Gruppenausstellung in Tel Aviv, Israel. Er wurde mit dem „Culottes au cul“ (Arsch in der Hose) für künstlerischen Mut auf dem International Comics Festival in Angoulême, Frankreich, ausgezeichnet.

Dana Arieli. Nazi Phantom

 

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Die Israelin Dana Arieli fotografiert seit Jahren Orte, an denendie nationalsozialistische Ideologie immer noch sichtbar oder verdeckt anwesend ist. Zu den Fotos verfassen international renommierte Dichterinnen, Autoren, Politiker, Texte und Statements. Auch die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen,Text zu den Fotografien zu schreiben, selbst mit ihren Meinungen und Gedanken Teil des Projektes zu werden. Über einen QR-Code auf den Bildbeschriftungen können sie die Fotos auf der Homepage von Dana Arieli kommentieren. Die Künstlerin sammelt diese Stellungnahmen und baut sie in ihr Projekt ein.

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Für die Ausstellung im Zentrum für verfolgte Künste suchte Dana Arieli „Nazi Phantom“ Orte in Solingen und Nordrhein- Westfalen. Gefunden hat sie den Ort in Solingen, an dem das Geburtshaus von Adolf Eichmann stand. Es wurde abgerissen. Heute befindet sich dort ein Parkplatz. Dass der Architekt des Holocaust dort als Nachbar mitten unter uns gelebt hat, offenbart sich hier in alltäglicher Banalität. Aufgesucht hat Dana Arieli auch die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel.

Dana Arieli zum Projekt „Das Nazi Phantom“: Die noch existierende NS-Architektur, bzw. die Täterorte werden im öffentlichen Umgang oft immer noch vernachlässigt. Dies spiegelt den schwierigen Umgang im Land der Täter mit der Personi-fizierung der Nazizeit wider. Die deutschen Städte haben unter-schiedliche Strategien zur Auseinandersetzung mit dem Thema gewählt: die erste zielt drauf ab, die Gebäude abzureißen; die zweite stellt sich der Geschichte und dem Erhalt der Architektur; die dritte definiert die Rolle der Gebäude neu und erweitert durch diese Mechanismen ihre Bedeutung. Transparente Erinnerung ist eine weitere Lösung, die hier diskutiert wird.

Dana Arieli arbeitete von 2013 bis 2018 als Dekanin für Design am H.I.T., Institute of Technology in Holon und von 2004 bis 2012 als Leiterin der Geschichts- und Theorieabteilung der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem. Dana Arielis Großmutter hat als Kind Else Lasker-Schüler in Jerusalem kennengelernt, und so gibt es über das Thema hinaus eine persönliche Verbindung Dana Arielis zu Else Lasker-Schüler.

KICHKA. Life is a Cartoon

Dokumentarfilm

Webseite des Films [Hier]

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