Karikaturen für Menschenrechte: Ausstellung geht zu Ende

Letze Gelegenheit, eine ungewöhnliche und viel beachtete Ausstellung zu besuchen: „Neunte Kunst. Cartooning for Peace“ im Zentrum für verfolgte Künste Solingen endet am Sonntag, den 16.September 2018.

Die Präsentation aus Karikaturen, Illustrationen und Zeichnungen von über 60 internationalen Künstlern zum Thema Flucht, Vertreibung und Menschenrechte reicht von Arbeiten aus den 1920er Jahren bis zu Politiker-Karikaturen von heute.
Das Zentrum für verfolgte Künste ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Sonntag finden um 11.15 Uhr und um 14.30 Uhr noch einmal öffentliche Führungen statt, die im Eintrittspreis von 9 Euro (ermäßigt 4,50) enthalten sind, bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.
Zum Abschluss wird am selben Tag um 17 Uhr im Kulturzentrum Cobra der Film „Kichka. Life is a Cartoon“ gezeigt. Die Dokumentation über die Auswirkungen des Holocaust auf die nächste Generation ist eine Gemeinschaftsproduktion des Zentrums und des MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau. Sie wurde bereits in Brüssel, bei der UNO in New York, dem internationalen World Filmfestival Montréal und dem Pariser Gedenkmuseum Mémorial de la Shoa vorgestellt.
Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen, Wuppertaler Str. 160, 42653 Solingen
Kulturzentrum Cobra, Merscheider Str. 77-79, 42699 Solingen

 

Neunte Kunst

Cartooning for Peace

24. Juni bis 16. September 2018

 

Ausgehend von Heinrich Heine und dessen wort- und bildgewaltigem satirischen Kampf gegen die Zensur, zeigt die Ausstellung „Neunte Kunst“ wie reichhaltig die Geschichte der Karikatur mit der Kunstgeschichte und der Sammlung des Zentrums verbunden ist.
Die Grenzen zwischen Satire, Karikatur, Graphic Novel, Comic, Cartoon, Illustration und der traditionellen bildenden Kunst sind fließend. Der französische Journalist Francis Lacassin reihte 1971 Comics und Cartoons als „Neunte Kunst“ in den allgemeinen Kunstkanon ein und schuf so einen neuen Gattungsbegriff. In vielen Ländern, besonders bei unseren belgischen und französischen Nachbarn, gehört die „Neunte Kunst“ zur Hochkultur. Bei uns ist die Akzeptanz jedoch immer noch gering.

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Ausstellung „Klaus Rohleder in memoriam“

5. September bis 14. Oktober 2018

 

Klaus Rohleder, 1935 bei Greiz geboren, Verwandter von Friedrich Nietzsche, lehnte das SED-Regime als Zerstörer der Dorfkultur ab. Nach der Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR wurde er Lohnarbeiter auf dem eigenen Land, das er 1989 wieder übernahm. Über sein erstes Theaterstück „Das Fest“, das nach langen Behinderungen durch die SED 1988 an der Berliner Volksbühne uraufgeführt wurde, urteilte Heiner Müller: „Phantastisch“. Reaktion der Kulturfunktionäre: „Das ist schlimmer als Beckett.“ Die Stasi nannte Rohleder „einen zweiten Reiner Kunze“. Dies war eine Einschätzung des Stasi-Spitzels Ibrahim Böhme, der Rohleder einerseits förderte und andererseits denunzierte.   [Mehr]

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Begleitveranstaltungen zu „Neunte Kunst – Cartooning for Peace“

 

Kichka. Life is a Cartoon

Dokumentarfilm

16. September, 17 Uhr

COBRA Kulturzentrum, Merscheider Str. 77-79, 42699 Solingen

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Öffentliche Führungen

Jeden Sonntag, 11:15 Uhr

16. September, 14:30 Uhr

 

KICHKA. Life is a Cartoon

Dokumentarfilm

 

Das MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau in der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler und das Zentrum für verfolgte Künste haben gemeinsam einen Dokumentarfilm gedreht. Die beiden Museen aus Polen und Deutschland zeigen, wie der bekannte Karikaturist Michel Kichka, sein Vater Henri, Überlebender der Shoah, und viele andere versuchen, die Katastrophe des letzten Jahrhunderts zu bewältigen. Ein Film über Israelis, Deutsche, Belgier, Franzosen, Polen, über Liebe, Familie, Zukunft und Vergangenheit, die Kraft der „neunten Kunst“, der Comics, und des Humors.

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Webseite des Films [Hier]

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Öffentliche Führungen durch unsere Kunstsammlung finden regelmäßig Sonntag, 14:30 Uhr statt. Die wechselnden Themen können Sie unserem Kalender entnehmen. Informationen zu unseren Sammlungen finden Sie [Hier].