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Menschenrechte:

Cartoons und Film gehen auf Weltreise

 

Nach der erfolgreichen Präsentation im Zentrum für verfolgte Künste Solingen geht die Ausstellung „Neunte Kunst. Cartooning for Peace“ auf Reisen. Österreich und Mexiko sind die nächsten Stationen noch im Jahr 2018. Mit den Karikaturen internationaler Künstler zu Verfolgung, Flucht und Vertreibung wird dort auch der vom Zentrum und vom Museum für Gegenwartskunst Krakau MOCAK gemeinsam produzierte Film „Kichka. Life is a Cartoon“ gezeigt.

 

 

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In der „Schule des Ungehorsams“ des Österreicher Karikaturisten Gerhard Haderer in Linz (www.schuledesungehorsams.at) hat Zentrums-Kurator Jürgen Kaumkötter die Ausstellung am 26. September eröffnet. Der Co-Kurator der Ausstellung, Talal Nayer, nahm per Video-Chat an der Eröffnungsdiskussion teil. Die Ausstellung läuft bis zum 30. März 2019. Fotos: (c) Schule des Ungehorsams 2018

 

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Eine weitere Einladung gibt es vom Nationalmuseum der Weltkulturen in Mexico-City (www.museodelasculturas.mx) für die Zeit vom 20. Dezember 2018 bis ebenfalls Ende März 2019.
Die Dokumentation „Kichka. Life is a Cartoon“ über die Auswirkungen des Holocaust auf die nächste Generation, eindringlich dargestellt am Beispiel der Familie des israelischen Karikaturisten Michel Kichka und seines heute 92jährigen Vaters Henri, war in Solingen im Begleitprogramm der Ausstellung „Neunte Kunst“ zu sehen. Der Film selbst hat seine Weltreise bereits begonnen: Nach der Premiere in Brüssel wurde er in Ausschnitten bei der UNO in New York gezeigt, stand im September auf dem Wettbewerbsprogramm des Internationalen World Film-Festivals in Montréal und hatte im September unterstützt durch die Böll-Stiftung und das Polnische Institut seine französische Uraufführung im Museum Mémorial de la Shoa in Paris.

 

Kichka Podium Filmpremiere Paris

 

Podiumsdiskussion nach der Premiere des Films „Kichka. Life is a Cartoon“ im Mémorial de la Shoa in Paris mit dem Produzenten und Kuratoren des Zentrums, Jürgen Kaumkötter, der Regisseurin des Film und Kuratorin des MOCAK, Delfina Jałowik, Giselle de Haan von Dargaud, Didier Pasamonik, Comic-Experte, Michel Kichka, sowie Serge und Beate Klarsfeld.
Ende Oktober nimmt er auf Einladung der tschechischen Veranstalter am „East Silver Market“, dem Internationalen Dokumentarfilm-Festival Jihlava in der Nähe von Prag teil, das als größtes Treffen kreativer Dokumentarfilmer Ost-Europas gilt. Mittlerweile gibt es Fassungen in fünf Sprachen, jeweils mit Untertiteln. Eine Schulversion mit umfassendem didaktischem Zusatzmaterial ist in Arbeit.

 

 

KICHKA. Life is a Cartoon

Dokumentarfilm

 

 

Webseite des Films [Hier]

 

Ausstellung „Klaus Rohleder in memoriam“

5. September bis 14. Oktober 2018

 

Klaus Rohleder, 1935 bei Greiz geboren, Verwandter von Friedrich Nietzsche, lehnte das SED-Regime als Zerstörer der Dorfkultur ab. Nach der Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR wurde er Lohnarbeiter auf dem eigenen Land, das er 1989 wieder übernahm. Über sein erstes Theaterstück „Das Fest“, das nach langen Behinderungen durch die SED 1988 an der Berliner Volksbühne uraufgeführt wurde, urteilte Heiner Müller: „Phantastisch“. Reaktion der Kulturfunktionäre: „Das ist schlimmer als Beckett.“ Die Stasi nannte Rohleder „einen zweiten Reiner Kunze“. Dies war eine Einschätzung des Stasi-Spitzels Ibrahim Böhme, der Rohleder einerseits förderte und andererseits denunzierte.   [Mehr]

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Öffentliche Führungen durch unsere Kunstsammlung finden regelmäßig Sonntag, 14:30 Uhr statt. Die wechselnden Themen können Sie unserem Kalender entnehmen. Informationen zu unseren Sammlungen finden Sie [Hier].